Archiv 2002

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23. - 31.08.2002 Die Jahrhundertflut in Ostdeutschland ... (Teil 4)

DRK Haan als Teil der Einsatzeinheit "Mitte" in "Voralarm" versetzt ...

Mit den sinkenden Pegelständen der Elbe im Großraum Dresden wurden zwar die Schäden sichtbar, aber die aktive Unterstützung bei Evakuierungsmaßnahmen durch das DRK immer weniger nötig.

Dafür gefährdeten jetzt die abfließenden Wassermassen die weiter flußabwärts liegenden Kreise, Dörfer und Gemeinden. Aus dem Landkreis Stendal (bei Magdeburg, Sachsen-Anhalt) wurde ein konkretes Hilfegesuch an das DRK Nordrhein gemeldet. Hier drohten noch ganze Landstriche in den Wassermassen zu versinken, wenn die notdürftig verstärkten Deiche nicht halten würden.

Evakuierungsmaßnahmen für knapp 2500 Personen alleine im Landkreis Stendal sollten kurzfristig beschlossen werden. Zusätzlich sollten die eingesetzten FluthelferInnen von Polizei, THW, Bundeswehr, Feuerwehren usw. in einer Berufsschule betreut und versorgt werden.

Das DRK Kreis Mettmann wurde daraufhin beauftragt, mit seinen vier Einsatzeinheiten (Nord, West, Mitte und Süd) die Betreuungs- und ggf. notwendigen Evakuierungsmaßnahmen im Landkreis Stendal vorzubereiten und auch durchzuführen.

Die beiden Einsatzeinheiten Süd und Mitte stehen dafür kurzfristig zur Verfügung. Am Dienstag, 21.08.2002 wird die Einsatzeinheit Süd (DRK Langenfeld, DRK Monheim DRK Hilden) ins Katastrophengebiet beordert. Die Einsatzeinheit Mitte (DRK Mettmann, DRK Haan, DRK Erkrath, DRK Gruiten) wird voralarmiert um ggf. die Einsatzeinheit Süd nach knapp einer Woche Dienst im Katastrophengebiet ablösen zu können.



Die Einsatzeinheit Süd vor Abfahrt in das Katastrophengebiet am 21.08.2002

Vom DRK Haan hatten sich sieben HelferInnen spontan bereit erklärt, einen Einsatz im Katastrophengebiet aktiv zu unterstützen. Insgesamt wurden für die Einsatzeinheit Mitte knapp 35 HelferInnen voralarmiert. Am Freitag, 23.08.2002 wurde die Einsatzeinheit Mitte zu einer Einsatzvorbesprechung in Mettmann zusammengezogen.

Die glücklicherweise auch im Landkreis Stendal ausbleibenden Deichbrüche und die sinkenden Pegelstände machten eine Ablösung der Einsatzeinheit Süd durch die Einheit Mitte nicht mehr notwendig.
Für die Einsatzeinheit Mitte wurde der Voralarm am 28.08.2002 aufgehoben.

An dieser Stelle sei auch allen Arbeitgebern gedankt, die ihre Mitarbeiter für einen aktiven Einsatz im Katastrophengebiet freigestellt hatten.

Weitere Infos erhalten Sie gerne über unser Kontaktformular.

Ferner erhalten Sie auch weitere Informationen zur Hochwasserhilfe durch das DRK im Kreis Mettmann auf den Internetseiten des DRK Kreisverbandes (www.drk-mettmann.de/inhalt/hochwasser.htm).