Archiv 2002

Zurück zum Archiv


14. - 16.08.2002 Die Jahrhundertflut in Ostdeutschland ... (Teil 1)

Alarmwarnung für das DRK Nordrhein ...

Seit dem 13.08.2002 flackern die Bilder auf den Fernsehschirmen, jede Nachrichtensendung beginnt mit weiteren Schreckensmeldungen und im Anschluß findet ein "brennpunkt" statt.
Der Osten und Süden der Bundesrepublik versinkt in den Wassermassen. - Fast überall sind tausende obdachlos geworden, haben in kurzer Zeit alles das verloren, was vorher mühevoll aufgebaut wurde. - Die Leute stehen wieder vor dem Nichts. - Nur Einzelschicksale? - Nein, hier ist eine ganze Republik betroffen.

Überall bekommt man die Lage immer wieder durch die Medien mannigfaltig vor Augen geführt. Viele BürgerInnen sitzen wie gebannt vor den Fernsehgeräten oder vor den Radios bzw. lesen die Tageszeitungen. - Aber wie soll man den Leuten konkret helfen? - Was kann der Einzelne tun?

Auch bei den HelferInnen des DRK Haan ist das Mitfühlen mit den Leuten in Ostdeutschland enorm groß. Die Welle der Hilfsbereitschaft beginnt zu laufen.
Wichtig ist dabei nur, daß das Engagement nicht in blindem Aktionismus endet.
Von daher ist es für einige auch sehr hart, daß Aktionen nur sehr bedächtig anlaufen und nur in Abstimmung mit dem DRK-Kreisverband bzw. dem DRK-Landesverband durchgeführt werden. - Was bringt es aber, wenn hunderte von HelferInnen im Krisengebiet eintreffen und sich alle im Weg stehen.

Die Koordination der gesamten Einsätze obliegt dem DRK Bundesverband, der seine Landesverbände bei Bedarf alarmiert und weitere Maßnahmen beschließt.

Für den Hilfszug des DRK im Landesverband Nordrhein ist es am 16.08.2002 soweit. Der Hilfszug wird vom DRK-Generalsekretariat in Alarmwarnung gesetzt. Die freiwilligen Helfer des DRK-Landesverbandes Nordrhein warten auf ein weiteres Signal, um den Flutopfern im Osten Deutschlands ggf. auch direkt vor Ort zu helfen.

Die Leitungsgruppe des DRK in Nordrhein stand ab sofort in ständigem Kontakt mit dem Krisenstab des DRK-Bundesverbandes. Der Einsatz der Helfer aus den Kreisverbänden zur Übernahme und Betreuung von Flutopfern in Dresden wurde abhängig gemacht vom Wasserpegelstand der Elbe.

Die ausgegebene Alarmwarnung bedeutet, dass alle eventuell erforderlichen Hilfsmodule sowohl personell als auch technisch auf sofortigen Einsatz überprüft werden. So mußten/sollten die freiwilligen Helfer z.B. von ihren Arbeitgebern für den Einsatz freigestellt werden. Technisches Material sowie Hilfsgüter (Zelte, Feldbetten, Decken) werden im Katastrophenschutzzentrum Güdderath ständig für den Einsatz im In- und Ausland vorgehalten.

Weitere Infos erhalten Sie gerne über unser Kontaktformular.